Martina Eden

Foto einer zweibaendigen Ausgabe von Jack Londons Martin EdenHeute mal eine Antwort auf eine fiktive Leserfrage: Ja.
Ach so, erstmal die Frage:
Hat der Name der Autorin etwas mit Jack Londons Roman Martin Eden zu tun?

Als Teenager war ich begeisterte Leserin von Jack-London-Romanen, die ich ab und zu gemeinsam mit meinem Bruder von der alten Nachbarin heimlich zugesteckt bekam. Heimlich, da sie eigentlich dem Mann der Nachbarin gehörten, der sie aber nicht mehr lesen konnte, da er dement war.
Martin Eden war jedenfalls einer meiner Lieblingsromane von Jack London, den ich auch später noch respektierte, als ich mich über die meisten anderen seiner Bücher erhaben fühlte. Auch als erwachsene brotlose Künstlerin erinnerte ich mich noch gern an das perfekte Timing, mit dem sich der schriftstellerische Erfolg des Protagonisten exakt in dem Augenblick einstellt, als es zu spät ist. So kam ich auf das Pseudonym Martina Eden. Etliche Jahre habe ich es sorgsam aufbewahrt, um es schließlich für den Himmelstarrer-Roman mit einer beiläufigen Geste aus der Schublade zu ziehen.